V.l. Gerhard Guske, Elena Lich, Bärbel Mayrhofen, Georg Hinterholzinger, Bernhard Taubert, Sieglinde Bannach, Christine Halbritter, Schirmherrin
Pflegende Angehörige leisten jeden Tag Großes und stellen eigene Bedürfnisse dabei häufig zurück. Ihre Arbeit findet häufig im Verborgenen statt, Anerkennung ist selten. Der Pflegepreis der Bayerischen Multiple Sklerose-Stiftung will dies ändern. Voraussetzung für den Erhalt der Auszeichnung ist die langjährige Pflege eines von Multipler Sklerose schwerstbetroffenen Lebenspartners oder Familienmitgliedes.
Dieses Jahr wurden acht Menschen aus Bayern gewürdigt:
• Sieglinde Bannach (Oberbayern)
• Elena Lich (München)
• Bernhard Taubert (Oberpfalz)
• Hannelore Salzeder (Niederbayern)
• Bärbel Mayrhofen (Schwaben)
• Remzije Suma (Oberfranken)
• Georg Hinterholzinger (Mittelfranken)
• Alfred Grösch (Unterfranken)
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Nach einem festlichen Mittagsbuffet fand die Ehrung unter Beisein des Pflegepreisinitiators Gerhard Guske und des Vorstandes der DMSG Bayern statt. Wegen der großen Hitze konnten drei Pflegepreisträger leider nicht in das Haus der Begegnung am Starnberger See anreisen. Sie werden in nächster Zeit Besuch von unseren Mitarbeiterinnen aus den Beratungsstellen bekommen.
Elizabeth Herzogin in Bayern verlas die Laudationes und überreicht den Geehrten die Ehrenurkunde und einen großen Blumenstrauß. In ihrer Rede betonte sie, dass der Preis einen starken symbolischen Wert habe, denn die Lebenszeit und die Liebe, die die Pflegenden ihren schwerstkranken Ehepartnern und Kindern schenkten, sei ohnehin nicht in Geld aufzuwiegen. Hinzu komme, dass das Gesundheits- und Pflegesystem in Deutschland ohne die Arbeit der pflegenden Angehörigen zusammenbrechen würde, ergänzte unsere Schirmherrin.
Abschied von Gerhard Guske
Seit dem Jahr 2005 würdigt die Bayerische Multiple Sklerose-Stiftung die Arbeit von pflegenden Angehörigen von schwerstbetroffenen Multiple Sklerose-Kranken mit der Vergabe des Pflegepreises. Der Preis ist mit 1.200 Euro pro Preisträger dotiert. Dahinter steckt, man kann es nicht anders sagen, das Lebenswerk von Gerhard Guske. Er hatte vor mehr als 22 Jahren die Idee, diese Auszeichnung ins Leben zu rufen. Guske hatte damals selber erlebt, wie es sich anfühlt, Tag und Nacht seine schwer an MS erkrankte Frau zu pflegen und letztlich an die MS zu verlieren. Der mittlerweile 86-jährige kündigte auf der Veranstaltung seinen Rücktritt vom Amt an. Mit großem Dank seitens unseres Vorstandsvorsitzenden Uwe Schneider und herzlichem Beifall wurde er auf der Veranstaltung verabschiedet.
Wir wünschen Ihm und seiner Frau alles Gute und wir werden “seinen“ Preis in Ehren halten.
