Aktuelle Informationen aus dem Landesverband
Arbeiten mit MS
Viele MS-Betroffene, die sich im Arbeitsleben befinden, fragen sich wie sie mit der Erkrankung bei der Arbeit umgehen sollen. Wer neu mit der MS-Diagnose konfrontiert ist stellt sich Fragen wie z.B. wer sollte davon wissen, wer besser nicht und wem möchte man überhaupt etwas mitteilen. Für dieses Heft haben wir mit vielen Menschen gesprochen, die ihren individuellen Weg gefunden haben, mit der MS am Arbeitsplatz umzugehen. In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns auch mit dem Thema Achtsamkeit, losgelöst von seiner Vereinnahmung durch Lifestyle- und Selbstoptimierungsprojekte.
Nach Erhalt der Diagnose Multiple Sklerose stellen viele Fragen hinsichtlich der privaten und der beruflichen Lebensplanung. Eine der ersten Überlegungen, die das Berufsleben betreffen, ist, ob MS-Betroffene ihren Arbeitgeber über die Diagnose MS informieren sollen oder ob es sinnvoller ist, die Diagnose für sich zu behalten. Wir gewichten die Pros und Contras, wobei es bei diesem Thema kein Patentrezept gibt.
„Keine Lösungen erwarten, sondern selbst Ideen einbringen“, sagt M. Martin, der MS-bedingt zum Rollstuhlfahrer geworden ist. Der 49-jährige möchte Arbeitgebern ein Stück Angst nehmen, Menschen mit Behinderung, insbesondere Rollstuhlfahrer einzustellen. Durch die Digitalisierung gibt es viele Möglichkeiten, um am Arbeitsleben teilzunehmen. Seine Erfahrungen waren positiv.
Welche rechtlichen Grundlagen gibt es zur Barrierefreiheit am Arbeitsplatz, welche Stellen können helfen und was müssen Arbeitnehmer selbst leisten? Stefanie Schleich, Architektin und freie Beraterin der Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer, gibt einen Einblick – unterstützt von den Beraterkolleginnen Ina Fischer und Maria T. Lehn.
Zwei Erfahrungsberichte, die Mut machen, offen mit der Diagnose umzugehen und sich beruflich umzuorientieren. Denn: "Leben passiert, wenn man dabei ist, andere Pläne zu machen." Helena Gennut sprach mit einer Frau, die den Mut hatte, den Job zu wechseln und die Arbeitszeit mehrfach an den Gesundheitszustand anzupassen. Auch für Manuel Entrup-Galindo bedeutete die Diagnose zwangsläufig eine berufliche Neuorientierung. Vom Fallschirmjäger zum SAP-Berater: Der 30-Jährige lässt sich davon nicht unterkriegen und ermutigt, möglichst den Rahmen der Möglichkeiten zu sprengen.
Dietlinde Leopold ist Neuropsychologin an der Marianne-Strauß-Klinik. Sie beschreibt in ihrem Artikel ein Fallbeispiel eines Mannes, der durch die Fatigue zunehmend Probleme am Arbeitsplatz bekommt. Eine Arbeitsplatzanalyse und Gespräche mit der Psychologin führen dazu, dass er seine Arbeit dem Gesundheitszustand anpassen kann.
Das Thema „Achtsamkeit“ ist in den letzten Jahren zum Lifestylethema geworden. In Frauenzeitschriften, Social Media und Ratgebern liest man davon. Hinter dem Begriff Achtsamkeit verbergen sich dabei verschiedene Versprechen: Mehr Ausgeglichenheit, Stressfreiheit, Gelassenheit, Mitgefühl und viele mehr. Der Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn war es, der das Thema Achtsamkeit und Meditation, losgelöst von Religiosität, in die westliche Medizin gebracht hat.
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