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Hintergründe und Aktivitäten der Selbsthilfegruppen

 

Eine Selbsthilfegruppe ist ein Zusammenschluss von Betroffenen mit dem Ziel der Krankheits- und Problembewältigung und der gegenseitigen Unterstützung. Aber auch der gesellige Faktor spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Entwickelt sich in einer Selbsthilfegruppe ein WIR-Gefühl kann dies zu einer besseren Akzeptanz der krankheitsbedingten Lebenssituation beitragen.

Durch eine chronische Erkrankung fühlen sich viele Betroffene nicht mehr vollwertig und ziehen sich aus früheren Gruppen, z.B. Sportvereinen aber auch aus dem Bekanntenkreis zurück. Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, sowie Integration und Teilhabe sind unter anderem Chancen, die Selbsthilfegruppe bieten.


Foto Selbsthilfegruppe beim Essen

Vor fast 40 Jahren wurde die erste MS-Kontaktgruppe in Bayern gegründet – in  einer Zeit, in der Behinderte sehr isoliert lebten, kaum rollstuhlgerechte Räumlichkeiten und Behindertenfahrdienste zur Verfügung standen, ebenso fehlten kompetente Ansprechpartner vor Ort.

Mittlerweile gibt es im Landesverband 200 MS-Gruppen und etliche davon haben jahrzehntelangen Bestand. War anfangs bei den Zusammenkünften die chronische Erkrankung das zentrale Thema, entstanden über viele Jahre starker Zusammenhalt und intensive Freundschaften.

Die Aufgabe des Verbandes ist es, MS-Gruppen zu initiieren und ihnen begleitend zur Seite zu stehen. Dies geschieht durch Qualifizierungswochenenden für ehrenamtliche Mitarbeiter oder die Seminarreihe „Betroffene beraten/begleiten Betroffen“.

Bei Fragen zur Programmgestaltung sowie bei Fragen unterschiedlichster Thematiken oder schwierigen Situationen im Gruppengeschehen, stehen die Sozialpädagogen der zuständigen Beratungsstelle immer zur Verfügung. Es findet in jedem Mitgliederbezirk zweimal im Jahr eine Schulung für Ehrenamtliche Mitarbeiter statt. Um gruppendynamische Prozesse innerhalb der Gruppe zu begleiten, den Informationsaustausch zu fördern und den Kontakt zu den Mitgliedern zu pflegen, finden regelmäßige Gruppenbesuche statt.

Da Gruppenaktivitäten finanzielle Mittel erfordern, beraten wir über Zuschüsse und
Spendenaktionen. Die Mitarbeiter aus der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen die Gruppen bei größeren Aktionen.

Sehr viele Selbsthilfegruppen besitzen ein eigenes Gruppenkonto. Die Gruppenleiter stehen bei der Kontoführung in engem Kontakt mit den Mitarbeitern der Buchhaltung in der Hauptgeschäftsstelle München und diese unterstützen mit ihrem Fachwissen. Diese Anbindung gewährleistet gegenüber Spendern, Zuschussgebern und der Finanzbehörde eine satzungsgemäße Abwicklung der Kontoführung.

Die rund 200 Gruppen binden eine große Zahl von MS-Betroffenen, teilweise auch die ganze Familie mit ein. Die Gruppenausrichtung sowie die Programmgestaltung steht der jeweiligen Gruppe frei und so ergibt sich ein vielfältiges Spektrum von Gruppenaktivitäten.
Berichte zu aktuellen Gruppenaktivitäten finden Sie hier.


Zu den Gruppenangeboten der DMSG gehört auch die Neuerkrankten-Gesprächsgruppe, die seit über 20 Jahren in München jährlich jeweils für sechs Monate unter sozialpädagogischer Leitung angeboten wird. Vielen Teilnehmenden war diese Gruppe in der Anfangsphase der Erkrankung eine wichtige Hilfestellung.

 

Etliche Gruppen bestehen in kleiner Form und ohne offizielle Gruppenleitung seit Jahren fort – man trifft sich regelmäßig in Lokalen, bei Festen oder gemeinsamen Freizeitaktionen (Klettertreff, Yogagruppe).

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